Künstliches Schultergelenk

Älterer Mann mit grauem Haar und grauem T-Shirt dehnt im Freien seinen Arm, lächelt, Sonnenlicht im Hintergrund

Schulter

Schulterprothese

Ein künstliches Schultergelenk wird bei Patienten eingesetzt, deren Schultergelenk durch Erkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder nach schweren Verletzungen irreparabel geschädigt ist. Diese Prothese ersetzt die natürlichen Gelenkstrukturen und besteht typischerweise aus einem künstlichen Oberarmkopf und einer künstlichen Gelenkpfanne. Der Eingriff zielt darauf ab, die Schmerzen zu beseitigen, die Beweglichkeit zu verbessern und die Funktion des Arms wiederherzustellen. Nach der Operation folgt eine intensive Rehabilitation, um die Muskulatur zu stärken und die volle Bewegungsfähigkeit zu erreichen.

Der komplette Ersatz oder Teilersatz des Schultergelenks ist ähnlich wie bei Hüft- und Kniegelenk ein standardisierter Routineeingriff der Orthopädie. Gründe für eine solche Operation sind zum einen der zunehmende Verschleiß des Gelenks durch Arthrose oder rheumatoide Arthritis, zum anderen die Folge eines Oberarmbruches mit Fehlverheilung oder Nekrose (Absterben) des Oberarmkopfes.

Zur Verbesserung der eingeschränkten Beweglichkeit und zur Reduktion der erheblichen Schmerzen stellt der Gelenkersatz der Schulter eine sehr erfolgsversprechende Therapiemöglichkeit dar.

Bei der typischen alters-abhängigen Arthrose des Schultergelenkes (primäre Omarthrose) wird eine Anatomische Schulterprothese implantiert. Die Operation umfasst dabei den Ersatz der Schultergelenkspfanne und des Oberarmkopfes. Dieser wird von unseren erfahrenen Schulterchirurgen über einen Prothesenschaft im Oberarm fixiert. Je nach Qualität des Knochens kann dabei Knochenzement verwendet werden oder es wird eine zementfreie Implantationstechnik durchgeführt.

Bei irreparablen Massenrupturen der Rotatorenmanschette, ausgedehnten knöchernen Schäden im Schultergelenk, z.B. im Anschluss an Knochenbrüche oder Infektionen, oder in Einzelfällen bei Lockerung von Schulterprothesen werden Spezialprothesen, wie die sog. Inverse Schulterprothese, implantiert.

Die Operation dauert ca. 1 bis 1,5 Stunden und erfordert einen anschließenden 5 bis 6 tägigen stationären Aufenthalt in der Vulpius Klinik.

Nach der Operation wird der Arm in einer Schlinge für 4 Wochen ruhiggestellt. Ab der 7. Woche nach Operation können unsere Patienten in eine Anschlussheilbehandlung/Reha gehen. Diese Reha organisiert unser Sozialdienst während des stationären Aufenthalts.

Insgesamt dauert die Nachbehandlung 4 bis 6 Monate und gliedert sich in 4 Phasen. Bitte beachten Sie hierzu die zum Download angebotenen Leitlinien zur Nachbehandlung Schulterendoprothetik.

Häufige Fragen

Die Schulter- und Ellenbogensprechstunde findet nach telefonischer Anmeldung unter Tel. 07264 – 60 217 zu folgenden Zeiten statt:

Mittwoch 08:00-12:00 und 13:30-16:00 Uhr

Freitag 08:00-12:00 Uhr

Privatsprechstunde

Donnerstag 13:00-14:45 Uhr

Es gibt zementfreie und zementierte Schultergelenksprothese. Bei diesem „Zement“ handelt es sich um einen Kunststoff. Er härtet sehr schnell zu einer starren Masse aus. So werden Knochen und Prothese miteinander verbunden. Dieses Verfahren verwenden wir bei älteren Patienten, deren Knochenstruktur poröser ist.

Sind die Knochen des Patienten aber noch fest und aktiv, wird die Prothese direkt im Oberarm fixiert. Innerhalb von sechs bis zwölf Wochen verbindet sich das Knochengewebe mit der Oberfläche der Prothese. Sie besteht aus Titan, während die zementierten Typen aus Edelstahl- oder Kobalt-Chrom-Molybdän bestehen.

Die verbleibende Zeit bis zum Eingriff sollte genutzt werden, um den allgemeinen Gesundheitszustand so weit wie möglich zu verbessern. Denn je fitter der Patient vor der Operation ist, desto schneller ist er nach dem Eingriff wieder auf den Beinen. Wir empfehlen mit dem Rauchen aufzuhören und den Alkoholkonsum zu reduzieren. Auch eine Gewichtsabnahme, eine gesunde Ernährung sowie ein moderater Muskelaufbau helfen, die Risiken der OP zu reduzieren.

Die Implantation eines Schultergelenks gehört meist nicht zu den Notfalloperationen und kann daher gut geplant werden. Diese Planung hilft Risiken zu minimieren. Unsere Ärzte haben eine große Erfahrung und setzen jährlich ca. 130 Patienten eine Schulterendoprothese ein.

Zu den möglichen Komplikationen zählen Infektionen, Hämatome, Schwellungen und das Narkoserisiko.

Damit unsere Patienten, ihren Arm schnell wieder bewegen können, versuchen wir möglichst muskelschonend zu operieren. Dies erreichen unsere Schulterchirurgen, indem der beim Eingriff gesetzte Schnitt nur 12 Zentimeter lang ist.

Die Funktionsdauer des künstlichen Schultergelenks ist individuell verschieden. Viele Patienten leben zehn bis 15 Jahre mit ihrer Prothese. Wenn sich die Prothese lockert oder zerschlissen ist, ist eine sogenannte Revisions-OP erforderlich. Dabei werden das künstliche Gelenk, oder auch nur einzelne Komponenten ausgetauscht. Ein erstes Anzeichen sind Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Das künstliche Gelenk ist nicht so belastbar, wie das natürliche Gelenk. Nach der OP sollten Sie darauf achten, den Arm nicht zu sehr zu belasten. Unsere Physiotherapeuten geben Ihnen Tipps.

Sportarten mit starken Drehbewegungen und Bewegungsspitzen wie Tennis oder Handball sollten Sie vermeiden. Ebenso Sportarten mit einem hohen Sturzrisiko.

Es gibt aber eine Reihe von Sportarten, die Sie auch mit dem künstlichen Gelenk betreiben können. Dazu zählen Nordic Walking, Jogging, Skilanglauf, Schwimmen, Radfahren sowie Tanzen.

Bewegung ist auch nach einer Operation wichtig, um die Beweglichkeit zu erhalten und die Knochen zu stärken.

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Porträtfoto von Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Pötzl, einem Mann mit kurzen dunklen Haaren und Brille, der freundlich lächelt. Er trägt ein hellblaues Hemd und sitzt auf einem schwarzen Stuhl. Der Hintergrund ist unscharf

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  • Porträtfoto von Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Pötzl, einem Mann mit kurzen dunklen Haaren und Brille, der freundlich lächelt. Er trägt ein hellblaues Hemd und sitzt auf einem schwarzen Stuhl. Der Hintergrund ist unscharf
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  • Porträt von Dr. med. Axel Müller, einem Mann mittleren Alters mit hellbraunen Haaren, der in einem hellblauen Poloshirt lächelt, vor einem unscharfen Hintergrund mit dunklen und blauen Bereichen
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    Dr. med. Stefan Michael Zink

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