Knick-/Plattfuss

Mann hält sich die Wade, trägt grüne Sportschuhe, läuft draußen auf einem Waldweg

Fuß / Sprunggelenk

Abflachung des Fußgewölbes und Kippstellung

Der Knick-/Plattfuß (lateinisch: Pes abducto planovalgus) ist eine häufige Fußfehlstellung, bei der das Längsgewölbe des Fußes abgeflacht ist (Plattfuß), der Fuß nach innen kippt (Knickfuß) und zusätzlich eine Abduktion, also eine Außenabweichung, des Vorfußes vorliegt. Diese Fehlstellung führt dazu, dass der Fuß beim Gehen oder Stehen vermehrt nach innen rotiert und das Körpergewicht ungleichmäßig verteilt wird. Dies kann Schmerzen und Überlastungssymptome im Fuß, den Knien und im Rücken verursachen. Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie Einlagen, Physiotherapie und spezielle Schuhe, in schweren Fällen können auch operative Eingriffe erforderlich sein, um die Fußstellung zu korrigieren und Beschwerden zu lindern.

Der Pes abducto planovalgus oder auch erworbener Knick-/Senk-/Plattfuß des Erwachsenen wird definiert über die Abflachung des Fußlängsgewölbes mit einer zusätzlichen Vorfußauswärtsdrehung und einer X-Stellung des Rückfußes. Eine zentrale Rolle in der Entstehung des erworbenen Plattfußes ist die Fehlfunktion der Muskulus tibialis posterior Sehne.

Der Muskulus tibialis posterior bewegt den Fuß sohlenwärts im Sinne der Plantarflexion und hebt den inneren Fußrand. Beim Funktionsausfall der Tibialis posterior Sehne kommt es zum Absinken des medialen Fußgewölbes, Vorfußauswärtsdrehung und einer X-Stellung des Rückfußes, also zum Knick-Senk-Platt-Fuß.

Bei der sog. Tibialis posterior Insuffizienz ist die Sehne narbig verändert oder gar gerissen. Bei leichteren Fällen wird eine Gipsruhigstellung durchgeführt, schwerere Formen müssen mit Operationen an den Sehnen (FDL-Transfer), Knochen (Umstellungsosteotomien) oder Gelenken (Arthrodesen) behandelt werden.

Bei flexiblen Fehlstellungen lässt sich der Fuß manuell noch in eine Normalstellung zurückbringen. Diese Veränderungen kann man mit Rückfußkorrekturen, Sehnen- und Bandoperationen noch korrigieren. Beim fixierten Knickplattfuß liegen häufig deutliche Arthroseveränderungen vor. Hier müssen dann Gelenkversteifungen vorgenommen werden, um eine normale Stellung und damit Schmerzfreiheit zu erreichen.

Bei allen operativen Therapien im Rückfußbereich beginnen wir postoperativ mit maschineller Lymphdrainage, Schmerzkatheter, abschwellende Maßnahmen und einer Thromboseprophylaxe. Hautfadenmaterialentfernung nach 3 Wochen. Danach erfolgt für vier bis sechs Wochen mit einem Gipsverband eine Ruhigstellung. Im Anschluss tragen unsere Patienten für weitere sechs Wochen einen hohen Walkerstiefel.

Damit läuft der Patient für zwei Wochen mit 20 kg Teilbelastung, anschließend zwei Wochen mit dem halben Körpergewicht und dann für zwei Wochen Übergang zur Vollbelastung. Nach klinischer und radiologischer Kontrolle erfolgt die Umstellung auf einen Konfektionsschuh. Begleitet wird die Nachbehandlung durch Physiotherapie und Lymphdrainage. Eine Einlagenversorgung erfolgt im 1. Jahr zum Schutz der versetzten Sehne. Die Platten / Schrauben verbleiben.

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Behandlung Knick- / Plattfuß

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    Dr. med. Patrick F.M. Araib

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    Dr. med. Jürgen Kreutzer

    Oberarzt

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  • Porträt von Dr. med. Mignon Juliane Vatlach, einer Frau mit blonden Haaren, die zu einem Pferdeschwanz gebunden sind. Sie trägt einen weißen Arztkittel und lächelt freundlich in die Kamera. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine helle Innenraumszene
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    Dr. med. Mignon Juliane Vatlach

    Oberärztin

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  • Platzhalterbild für Simon Claßen – stilisierte, schlichte Grafik eines anonymen Profils auf hellgrünem Hintergrund
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    Georgy Saranov

    Facharzt

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  • Evangelos Gkarilas im weißen Kittel, lächelnd in einem hellen Klinikflur mit Glasfenstern im Hintergrund
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    Evangelos Gkarilas

    Facharzt

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