Beinverkürzung

Kleines Mädchen mit lockigem Haar läuft mit ausgebreiteten Armen auf einem Waldweg im Sonnenlicht

Knie / Beine

Beinlängendifferenz und Beckenschiefstand

Eine Beinlängendifferenz bis zu 1 cm tritt im Laufe des Wachstums häufig auf und ist nicht behandlungsbedürftig. Bis zu 70% der Erwachsenen weisen einen leichten Beckenschiefstand von bis zu 1 cm auf. Eine solche Differenz kann daher als physiologische Normvariante betrachtet werden. Erst ab einer Differenz von 1,5 cm sollte eine Therapie erfolgen.

Größere Unterschiede in der Beinlänge werden durch einen Beckenschiefstand und einer kompensatorischen Seitverkrümmung der Lendenwirbelsäule sowie einem Verkürzungshinken auffällig. Relevante Unterschiede können verschiedene Ursachen haben.

Eine Verkürzung oder Verlängerung von Ober-, bzw. Unterschenkel können durch eine Verletzung der Wachstumsfugen bei einem Unfall, bei Entzündungen des Knochens oder durch Knochenbrüche während des Wachstums entstehen.

Wir messen die Beinlänge im Stand und im Liegen, bei Bedarf fertigen wir eine Röntgenaufnahme der Beine im Stand an, um die Längendifferenz der Beine zu analysieren.

Ab einer prognostizierten Beinlängendifferenz von 1,5- 2 cm nach Wachstumsabschluss, ist eine operative Korrektur während des Wachstums in Erwägung zu ziehen.

Im pubertären Wachstumsschub können operativ die Wachstumsfugen des längeren Bein blockiert werden. Hierfür wird ein Platten-/Schraubensystem über die Wachstumsfugen des längeren Beines eingebracht. Die Wachstumsfugen werden bei dieser Operation nicht verletzt. Da das kürzere Bein weiter wächst, kann ein Ausgleich mit relativ kleinem Aufwand erreicht werden.

Nach Ausgleich der Längendifferenz werden die Platten wieder entfernt. Größere Längendifferenzen können einerseits orthopädietechnisch versorgt werden oder es wird eine Verlängerung des kürzeren Beines angestrebt.

Die Nachbehandlung nach einer Operation zur Beinverlängerung bei Kindern umfasst eine sorgfältige physiotherapeutische Betreuung, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit des betroffenen Beins zu fördern. In den ersten Wochen nach dem Eingriff ist die Mobilisierung unter Anleitung eines Therapeuten wichtig, um die Heilung zu unterstützen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind erforderlich, um den Fortschritt zu überwachen und die Korrektur zu sichern. Zudem können spezielle Orthesen oder Schienen eingesetzt werden, um das Bein während der Heilung zu stabilisieren.

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Porträt von Dr. med. Eva von Stillfried, einer Frau mit langen blonden Haaren, die lächelt und eine weiße Arbeitskleidung trägt, vor einem unscharfen Hintergrund mit blauen und hellen Farbtönen

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