Kniescheibenluxation

Eine besorgte Mutter untersucht das Knie ihrer kleinen Tochter, die auf einer Treppe sitzt und Schmerzen zu haben scheint

Knie/Beine

Verrenkung der Kniescheibe

Bei der Kniescheibenluxation kommt es zu einer Verrenkung der Kniescheibe nach außen. Dies kann im Rahmen eines Unfalls geschehen, aber auch durch eine Bagatellverletzung ausgelöst werden. Durch die Fehlstellung der Kniescheibe nach außen kann es zu einer Schädigung des innenseitigen Kapsel-Bandapparates kommen, welches zu einer bleibenden Instabilität mit wiederkehrenden Luxationen führen kann.

Kommt es auch ohne Unfallereignis zu Luxationen, liegen in der Regel knöcherne oder weichteilige Veränderungen vor, die ein Auskugeln der Kniescheibe begünstigen. Hierzu gehören z.B. eine angeborene Fehlform der knöchernen Gleitrinne am Oberschenkel oder der Kniescheibe selbst.

Auch ein X-Bein, ein Drehfehler der Beinachse oder eine hochstehende Kniescheibe kann zu wiederkehrenden Luxationen führen. Eine allgemeine Überbeweglichkeit und ein Muskelungleichgewicht der Oberschenkelmuskulatur können ein Auskugeln der Kniescheibe begünstigen. Meist ist die Ursache ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Da viele verschiedene Faktoren die Luxation auslösen können, ist es wichtig zunächst die Ursache der Luxationen zu ermitteln. Hierfür führen wir neben der klinischen eine Reihe von bildgebenden Untersuchungen (Röntgen, Ganzbeinaufnahme, MRT, Rotationsmessung der Beinachsen) durch. Die hierdurch ermittelten Ursachen können dann gezielt entweder operativ oder konservativ behandelt werden.

In jedem Fall ist ein physiotherapeutisches Training notwendig, zur Verbesserung der muskulären Stabilisierung der Beinachse, Beseitigung von Muskelungleichgewichten und Optimierung der muskulären Führung des Kniegelenkes und der Kniescheibe. Wichtiges Ziel ist hierbei auch das Erlernen von Heimübungen, die der Patient in seinen Alltag integrieren kann.

Die Nachbehandlung nach einer Kniescheibenluxation bei Kindern umfasst intensive Physiotherapie zur Stabilisierung der Muskulatur rund um das Knie und zur Wiederherstellung der Beweglichkeit. Orthopädische Hilfsmittel wie Bandagen oder Orthesen können zur Unterstützung eingesetzt werden.

Bei Bedarf erfolgt eine schrittweise Mobilisierung, wobei die Belastung des Knies langsam gesteigert wird. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen und Rückfälle zu vermeiden. Langfristig wird empfohlen, muskelstärkende Übungen fortzusetzen, um die Stabilität des Knies zu sichern.

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Behandlung Kniescheibenluxation (Verrenkung)

  • Porträt von Dr. med. Eva von Stillfried, einer Frau mit langen blonden Haaren, die lächelt und eine weiße Arbeitskleidung trägt, vor einem unscharfen Hintergrund mit blauen und hellen Farbtönen
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